
Das Elektrohandwerk ist eine sehr junge Handwerksbranche. Nur das KFZ-Handwerk ist noch etwas jünger. Vor 150 Jahren war Elektrizität für die meisten Menschen noch völlig unbekannt. Heute werden zahlreiche spezialisierte Elektroberufe gezählt. Ein bedeutender handwerklicher Elektroberuf ist zurzeit der Elektroniker, der sich in mehrere Fachrichtungen aufteilt. Er ist aus den früheren Berufen Elektriker und Elektroinstallateur entstanden, die auch heute noch weit verbreitet sind.
Die Vielfalt der Spezialanwendungen steigt derart schnell, dass die Elektrobranche alle paar Jahre neue Berufe für die neuen Anwendungen kreiert. Neben dem Handwerk beschäftigt die Industrie zahlreiche Menschen in Elektroberufen. Diese ähneln den Handwerksberufen sehr, lediglich die Anwendungen sind in der Industrie angesiedelt. Auch hier schreitet die Entwicklung der Technologien sehr schnell voran und schafft immer neue Elektroberufe.
Im beruflichen Alltag sind Elektroniker mit der Installation und Wartung von elektrischen Geräten, Anlagen, Verkabelungen von Steckdosen, Telefonanlagen, Antennen oder Überwachungssystemen betraut. Sie arbeiten in Werkstätten, auf Baustellen, in Fabrikhallen oder in Privathäusern. Sie haben dabei Kontakt zu anderen Handwerkern, Technikern oder Ingenieuren wie auch zu Kunden und Auftraggebern. Wer einmal im Handwerk gelernt hat, kann natürlich auch in der Industrie arbeite. Es braucht vielleicht eine kurze Einarbeitungszeit. Und das gilt auch umgekehrt.
Die Berufsbezeichnung „Elektrotechniker“ ist genau genommen ein „Staatlich geprüfter Techniker in der Fachrichtung Elektrotechnik“. Dieser Berufstitel lässt sich über eine Weiterbildung aus einem Elektroberuf heraus erwerben. In vielen Fällen können Elektrohandwerker die gleiche Arbeit tun wie Elektrotechniker, daher werden sie in Stellenangeboten häufig zusammen aufgeführt.
Aus dem KFZ-Mechaniker wurde mit zunehmender Elektrifizierung der Fahrzeuge der KFZ-Mechatroniker. KFZ-Mechatroniker tun auch Arbeit der Mechaniker, zusätzlich aber auch alle Arbeiten an Elektrik und Elektronik. Sie kümmern sich auch um hydraulische und pneumatische Systeme in Kraftfahrzeugen. Konkret prüfen und warten sie Fahrzeuge in Werkstätten und Autohäusern. Sie analysieren mittels Diagnosesystem den Zustand, reparieren, tauschen Komponenten aus und führen Probefahrten durch. Auch in der Beratung und im Verkauf von Zubehör und Ersatzteilen finden sie Arbeitsplätze.
Jobs für Kraftfahrzeugmechatroniker
Die aktuelle Berufsbezeichnung seit 2007 ist „Mechatroniker für Kältetechnik“. Es ist ein handwerklicher Elektroberuf, weil Kälteanlagen zu großen Teilen aus elektrischen und elektronischen Komponenten bestehen. Stromversorgung, Steuerung und Sensorik gehören ebenso dazu, wie IT. Spezifischen Kenntnissen der Kältetechnik sind erforderlich. Komponenten der Kältetechnik sind Pumpen, Verdampfer, Verflüssiger, Rohrleitungen, Wärmedämmungen und Schalldämmungen. Bei der Installation in Häuser sind zudem auch Befestigungselemente zu montieren oder Wanddurchbrüche zu bohren. Je nach Einsatz arbeiten sie auch mal auf Leitern oder Gerüsten.

Die Liste der einzelnen Bauberufe ist beeindruckend lang. Maurer und Betonbauer, Dachdecker, Maler und Lackierer, Installateur und Heizungsbauer, Stuckateure, Fliesenleger, Plattenleger und Mosaikleger sind nur einige wichtige Vertreter.