
Die Zahl der einzelnen Berufe, die man zu den Bauberufen zählen könnte, ist beeindruckend lang. Wir beschränken uns hier vorläufig auf Berufe, die auch in Zukunft höhere wirtschaftliche Bedeutung haben und auf dem Arbeitsmarkt gute Perspektiven bieten. Sie sind grundsätzlich mit dem Hausbau verbunden und erfordern eine handwerkliche Ausbildung.
Maurer bauen aus einzelnen Steinen, Fertigteilen, Zement und Beton Fundamente, Wände, Anbauten und ganze Häuser. Sie betonieren Geschossdecken, verputzen Wände und stellen den kompletten Rohbau für Wohnhäuser und Geschäftshäuser her. Ihr Arbeitsplatz ist die Baustelle von der Grundsteinlegung bis zum Richtfest. Sie arbeiten viel im Freien und auch in Innenräumen, die allerdings meist noch ohne Fenster und ohne Heizung oder Klimatisierung auskommen müssen. Arbeitgeber sind Bauunternehmen für Wohnhäuser, Fertighäuser, Industriebauten oder Hochhäuser.
Dachdecker sorgen für trockene Gebäude, indem sie Dächer mit verschiedenen Materialien regendicht abdecken. Meist kommen die klassischen Dachpfannen zum Einsatz. Dächer bauen und reparieren ist die Hauptaufgabe. Neben den klassischen Giebeldächern bauen sie auch Flachdächer, Gründächer für Bepflanzungen oder Solardächer, die Solarmodule aufnehmen und Strom erzeugen. Kalkulieren und Planen der Projekte gehört ebenso dazu wie die praktische Arbeit im Freien hoch oben auf den Häusern.
Maler und Lackierer gestalten Räume und Häuser im Innen und Außenbereich mit Farbe. Dabei geht es nicht nur um die optische Gestaltung, sondern auch um den Schutz vor Feuchtigkeit und Sonnenlicht, denn lange Haltbarkeit der Gebäude wird erst durch geeignete Anstriche erreicht. Unterschiedliche Materialien wie Holz, Beton oder Metall erfordern verschiedene Vorbereitung und die richtige Wahl von Grundierung, Farbe und ggf. Beschichtung. Je nach Aufgabenstellung arbeiten Maler außen auf Leitern und Gerüsten oder in Innenräumen.
Installateure und Heizungsbauer statten Gebäude mit Heizung, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Sanitäranlagen aus. Sie installieren die Heizungsanlage, verlegen Wasserleitungen, Rohrleitungen für die Heizung oder Lüftungskanäle in alle Räume. Da auch mit Gasanlagen gearbeitet wird, ist eine gewisse Sorgfalt notwendig. Auch der Umgang mit elektrischen Einrichtungen wie Steuergeräten gehört zu den Aufgaben. Fehlersuche, Reparatur und Wartung sind weitere Aufgabenstellungen, die im Beruf vorkommen können.
Fliesenleger verkleiden Bodenflächen, Treppen und Wände mit Fliesen aus Keramik oder anderen Materialien. Dazu bereiten sie den Untergrund vor und verarbeiten Mörtel bzw. geeigneten Kleber für die Befestigung. Sie bauen auch Fußbodenheizungen ein und führen Sanierungsarbeiten durch. Sie verfügen über Grundkenntnisse der Bauphysik, Wärmeschutz und Schallschutz und sorgen durch den Einsatz der richtigen Materialien auch für angenehmes Wohnklima. Fliesenleger können Küchen, Wohnräume und Bäder durch Fliesen und Mosaiksteine wesentlich aufwerten.
Stuckateure gestalten und verschönern Decken, Wände und Fassaden mit aufwändigen Putzarbeiten. Sie verarbeiten auch Leichtbauwände, abgehängte Decken oder Trockenbauteile. In Altbauten oder Denkmälern restaurieren sie Stuckarbeiten und erhalten die Bausubstanz. Kreativität und ein Gefühl für die Gestaltung erleichtern diese Tätigkeit. Arbeitgeber sind häufig Stuckateur-Fachbetriebe, die Gebäude sanieren, Lüftungssysteme, Klimadecken oder Schallschutzelemente einbauen. Je nach Region wird der Beruf auch als Gipser oder Verputzer bezeichnet.

Holz ist einer der ältesten und beliebtesten natürlichen Rohstoffe, die von Menschen bearbeitet und verarbeitet werden. Kein Wunder, dass die handwerkliche Bearbeitung von Holz eine lange Tradition hat.